Allergien

und textile Bodenbeläge

Allergien und Atemwegserkrankungen sind seit vielen Jahrzehnten auf dem Vormarsch: Ein Viertel der EU-Bevölkerung ist mehr oder weniger stark von Allergien betroffen. Diese Zahl wächst beständig weiter, auch weil wir einen großen Teil unseres Lebens in Innenräumen verbringen. Dort nehmen wir mit der Atemluft mehr Partikel auf, als das im Freien der Fall wäre.

Was sind Allergien?

Eine Allergie ist eine Überreaktion des Immunsystems auf einige bzw. bestimmte körperfremde Substanzen. Zwar glauben viele Menschen, dass es sich bei einer Allergie um eine Reaktion auf synthetische Substanzen (Chemikalien) handelt, doch handelt es sich häufiger um eine Reaktion auf natürliche Substanzen. Insbesondere auf Proteine aus Pollen, Lebensmitteln oder zum Beispiel dem Gift der Bienen. Auch Katzen-, Hunde- und Pferdehaare sind mögliche Allergenträger.

Wie entstehen Allergien?

Die eine Ursache für das Entstehen einer Allergie gibt es nicht. Jüngste wissenschaftliche Arbeiten deuten darauf hin, dass es sich bei einer Allergie um eine komplexe Krankheit handelt, für deren Entwicklung eine Vielzahl verschiedener Ursachen diskutiert werden:
  • übertriebene Hygiene
  • häufige Verwendung von Antibiotika
  • moderne Wohnverhältnisse
  • geänderte Ernährungsgewohnheiten
  • Luftverschmutzung
  • genetische Veranlagung
  • erhöhte Allergenexposition in Innenräumen

Was spricht für textile Bodenbeläge?

Das schwedische Paradoxon

In den 1970er Jahren wurden in Schweden textile Bodenbeläge mehr und mehr durch glatte Bodenbeläge ersetzt. Ein Grund dafür war die Vermutung, dass durch den Gebrauch von Teppichen eine höhere Belastung durch Hausstaubmilben und deren Allergene verursacht würde und damit die steigende Zahl allergischer Atemwegserkrankungen erklärt werden könnte. 

Allerdings ist nicht der Teppichboden der bevorzugte Lebensraum von Hausstaubmilben, sondern Betten und Polstermöbel, da dort die idealen Lebensbedingungen (Temperatur und Feuchte) für Milben vorliegen. Dies zeigt auch ein Vergleich der Milbenanzahl in Räumen mit Betten und Polstermöbeln im Vergleich zu typischen Büroräumen, da dort die Zahl der vorhandenen Milben deutlich niedriger ist.

Aus heutiger Sicht zeigt die damalige Entwicklung insbesondere in den 1980er und 1990er Jahren allerdings, dass nicht der Gebrauch von Teppichen ursächlich für die Zunahme der Allergien war.

Denn wie aus der nebenstehenden Abbildung zu entnehmen ist, nahm die Anzahl der allergischen Erkrankungen weiter zu, obwohl der Einsatz textiler Bodenbeläge in Schweden fast nicht mehr vorgenommen wurde.

Aus heutiger Sicht lässt sich sagen, dass textile Bodenbeläge den Feinstaub und weitere Allergene optimal binden und somit die Konzentration in der Atemluft deutlich reduziert wird. Bei einer regelmäßigen Reinigung und Pflege des textilen Bodenbelages mit einem Staubsauger, ausgestattet mit einem sogenannten Hepa-Filter, können textile Bodenbeläge auch problemlos von Allergikern benutzt werden. 

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Schwedisches Paradoxon
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